Eupen (B) | Kloster Heidberg

Die Orgel wurde 1862 von den Gebrüdern Müller aus Reifferscheid (Deutschland) gebaut.

Erst stand die Orgel vorne in der Kirche, an der Nordseite, beim Chor. 1885 wurde die Orgel versetzt auf eine neue Empore hinten in der Kirche. Vermutlich wurde zu diesem Zeitpunkt auch einselbständiges Pedal beigebaut, da die Pedallade eine deutlich andere Bauart aufweist.

1917 wurden die Prospektpfeifen beschlagnahmt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden sie aus Zink erneuert.

Die Orgel war seit 1975 außer Gebrauch. In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts überlegte man die Orgel in eine andere Kirche zu versetzen, weil die Kirche inzwischen als Turnhalle der angrenzenden Mädchenschule diente.

So weit ist es nicht gekommen, weil der historische Gebäudekomplex von der Deutschsprachigen Gemeinschaft übernommen wurde. Die Orgel wartete auf ihre Restaurierung bis im Sommer 2010 ein Blitzeinschlag einen Brand in der Kapelle verursachte. Die Orgel erlitt großen Wasserschaden, und wurde wegen Einsturzgefahr des Daches kurzfristig untersucht, demontiert und eingelagert in Herselt bei Orgelbouw Pels.

2013 – 2014 wurde das Instrument von Orgelbau Schumacher restauriert.

Die fehlende Trompete wurde nach historischem Vorbild rekonstruiert.

Der Pedalumfang wurde zum Diskant um 7 Töne erweitert um ein größeres Repertoire spielen zu können, da die Kapelle Teil eines Kultur- und Begegnungszentrums ist, also säkularisiert. Das Instrument wird also nicht mehr für die Liturgie genutzt sondern nur für rein konzertante Zwecke.

 

Disposition

Hauptwerk

C – f '''

 

Bourdon 16'

Principal 8'

Hohlpfeife 8' B/D

Gamba 8'

Octav 4'

Quint 2 ⅔'

Octav 2'

Mixtur III

Cornet IV (from g°)

Trompete 8' B/D

 

Positiv

C – f '''

 

Hohlpfeife 8' B/D (im Bass Transmission I)

Gamba 8' (im Bass Transmission I)

Octav 4' (Transmission I)

Flaut traver 8' (from g°)

Flauto dolce 4'

 

Pedal

 

 

Bourdon 16'

Oktav 8'

Tuba 16'

 

Pedalkoppel HW / P

 

Ort
Eupen (B)
Baujahr
1862 / 2014
Erbauer
Gebrüder Müller / Guido Schumacher
Disposition
II – P, 18